Grundkörper

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Praxisbeispiel des Grundkörpers einer Spannvorrichtung. Es wird die funktionsgerechte Definition und Tolerierung des Bezugssystems, die Spezifikation von Stiftverbindungen und Gewindebohrungen sowie die ISO-GPS-konforme Beschreibung der Exzenterachse behandelt.

Ebenso aus der Baugruppe „Spannvorrichtung“ erhältlich: das Praxisbeispiel „Spannstück“

Beim Kauf dieses Produkts erhalten Sie ein Video (Step-by-step-Guide) sowie eine PDF-Datei.

Beschreibung

Toleriert wird der Grundkörper einer Spannvorrichtung.

Ein funktionsgerechtes Bezugssystem muss definiert (und toleriert) werden. Dazu gehören Stiftverbindungen und Gewindebohrungen.

Auch die Achse der Exzenterverbindung muss neben dem Spannbereich für das Werkstück ISO GPS konform beschrieben werden.

 

Dauer Erklärvideo: Ca. 33 min.

 

Varianten: Nein

Schwierigkeitsgrad: Eignung 1-2

 

Beschreibung des Schwierigkeitsgrades bzw. Eignung für den Anwender:

1 – Der Anwender besitzt elementare Grundkenntnisse, hat aber die ISO GPS noch nicht häufig in der Praxis angewendet und möchte erste „Gehversuche machen“.

2 – Der Anwender besitzt Grundkenntnisse, hat aber Unsicherheiten bei der Anwendung der ISO GPS und möchte sich generell sattelfester machen. Punktuell werden „speziellere bzw. komplexere“ Modifikatoren (diese werden in der Ausschreibung dann in der Regel aufgeführt) angewendet..

3 – Der Anwender besitzt gute Kenntnisse, kann häufig verwendete ISO GPS Werkzeuge bereits problemlos anwenden und möchte punktuell anhand typischer Funktionsbeschreibungen, welche in der Regel auch produktspezifisch sind (z.B. Rasthaken an einem Kunststoff- Spritzguss-Teil, speziellere Bohrmuster, also Elementgruppen usw.) in dem Beispiel verwendete (also in der Beschreibung ausgeschriebene) Modifikatoren (z.B. nur-Richtung oder bestimmte Kombinationen der Maßtolerierung, sowie SIM oder ähnliches), sein Wissen weiter vertiefen.

4 – Der Anwender besitzt sehr gute Kenntnisse, arbeitet schon lange Zeit mit ISO GPS und möchte sehr spezielle Anwendungen bzw. Modifikationsoperationen, welche in der Regel auch komplexere funktionelle Anforderungen und Produkte beschreiben, kennen lernen. Hierfür werden z.B. Situationselemente, Referenzelemente, Filterangaben usw. benötigt.

Verwendete Spezifikationsmodifikatoren

Neben den häufig verwendeten Werkzeugen (Profil, Position, Bezüge usw.) wurden folgende Operatoren verwendet:  

  • Hüllbedingung (Prüfgrundsatz nach Taylor)
  • GX Modifikator – Größtes einbeschriebenes Element größtes oder maximal einbeschriebenes Element
  • >< nur für Nebenbedingungen der Richtung (Nur-Richtungs-Modifikator)
  • CZ Modifikator – kombinierte Zone
  • UZ Spezifiziert versetzte Toleranzzone (Unsymmetrische Zone)

Normen

Folgende Normen sind hilfreich bzw. wurden verwendet:

  • ISO 1101         Geometrische Tolerierung – Tolerierung von Form, Richtung, Ort und Lauf
  • ISO 129-1        Technische Produktdokumentation (TPD) – Angabe von Maßen und Toleranzen
  • ISO 14405-1    Dimensionelle Tolerierung – Lineare Größenmaße
  • ISO 14405-2    Dimensionelle Tolerierung – Andere als lineare oder Winkelgrößenmaße
  • ISO 22081        Geometrische Tolerierung – Allgemeine geometrische und Größenmaßspezifikationen
  • ISO 1660          Geometrische Tolerierung – Profiltolerierung
  • ISO 5459:2024 Geometrische Tolerierung – Bezüge und Bezugssysteme

Zusätzliche Informationen

Es handelt sich nicht um eine vollständige Spezifikation. Z.B. werden folgenden Themen nicht behandelt:

  • Kanten undefinierter Gestalt (ISO 13715)
  • Oberflächenanforderungen (ISO 1302 bzw. ISO 21920)
  • Erforderliche Angaben in einem Schriftfeld (ISO 7200)